„Lasset uns aufbrechen!“, sprachen Snookerchief und BlackPanther fast aus einem Munde. Neben ihnen hatten sich die übrigen Gefolgsleute des Königs versammelt. Dazu gehörten nicht nur die erfahrenen Ritter, die schon unzählige Schlachten unter ihrem Kommando gefochten hatten – nein, auch die neuen Rekruten waren anwesend. Im Gleichschritt verließen die einundzwanzig Gefolgsleute des Königs den Thronsaal. Der einheitliche Klang ihrer gleichmäßigen Schritte hallte gespenstisch an den Wänden wider. Ihr Weg führte durch die großen, festlich dekorierten Hallen, Säle und Gänge des prunkvollen Schlosses. Hin und wieder kreuzten Bedienstete ihre Wege, die vor lauter Eile schon beinahe über ihre eigenen Füße stolperten.
Derweil hatten sich n0b0dy und SnowMan im Thronsaal eingefunden. Leider gab es noch eine wichtige Angelegenheit zu klären. Es war für n0b0dy an der Zeit sein Amt als Reichsvikar abzutreten. Das bedeutete, dass fortan SnowMan den König bei Amtsgeschäften und Hofgerichtsbarkeiten vertreten würde …
Vor dem Schloss hingegen herrschte eine ausgelassene Atmosphäre:
Den Rittern der Tafelrunde stockte beinahe der Atem. Gewiss hatten sie in all der Zeit noch kein solch gelungenes Fest gesehen! Seit fast einem Jahr herrschte der neue König über das Land, der diesem nicht nur den Namen ‚KingsAge’ gegeben hatte, sondern stets bemüht war den Bewohnern des Landes ein treuer und gütiger König zu sein. In dieser Zeit hatte er sich dafür eingesetzt sein Herrschaftsgebiet zu vergrößern, das Leben in seinem Reich zu vereinfachen indem er neue Möglichkeiten eröffnete, aber auch alte Dinge verbesserte. Ebenso hatte es schon zahlreiche Wettbewerbe, Turniere und Feste gegeben, doch dieses Fest übertraf das alles zusammen noch um Längen!
Der köstliche Geruch von gebratenem Fleisch war schon aus der Ferne zu riechen – führte neugierige Nasen hungriger Bäuche direkt hier her. Über dem Feuer briet zartes Lammfleisch, das zuvor in Honig eingelegt und gewürzt worden war. Doch das Meisterstück des königlichen Kochs war das Spanferkel, das bereits auf einem silbernen Tablett ruhte und an der langen Tafel im Innenhof aufgetischt war. Zudem gab es frisch gebackenes Brot, Salate, aber auch Süßspeisen, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen ließen. Allerdings mussten sich die Gäste gedulden … schließlich war der König noch nicht eingetroffen.
Nebst der Tafel waren bereits große Fässer voll Bier und Met angehauen, die schon manch einen Krug gefüllt und trockene Kehlen erfrischt hatten. Liebliche Klänge festlicher Musik übertonten problemlos das Grölen angeheiterter Männer: Zum Tanze auffordernde Flötentöne stiegen den Menschen von den Ohren bis in die Beine, sodass sie gar nicht mehr widerstehen konnten. Zu dem rhythmischen Klopfen der Tamburine tanzten wunderschöne Frauen durch den Hof – die Männer hingegen stimmten mit Handgeklapper in das gleichmäßige, schnelle Schlagen der Trommeln ein.
Aus der Mitte des königlichen Gefolges löste sich b0cki, der Hofnarr. Wochen zuvor hatte er für seine Darbietung geübt, ganz zu schweigen davon, dass er ohnehin ein begnadeter Künstler seines Faches war. Die Musik passte sich den Klängen seiner Glocken an, hüllte den Innenhof des Schlosses in eine närrische Atmosphäre. Problemlos jonglierte er, sang satirische Balladen und führte das ein oder andere Kunststück vor.
Natürlich wäre es kein gigantisches Fest gewesen, wenn es damit schon geendet hätte …
BigEll, Dinchen, Hunt, serius, Garlef, Darklady666, Yuna77, charmed und Buggel lieferten sich sensationelle kämpferische Darbietungen mit Erdbeere, Freakability, Scrat, Lilly, Chackal, Ved, Roxian, Sir Ulrich und Lord Bragolas. Ja, ein jeder des Königshofes hatte für die Bewohner des Landes neben ihren eigentlichen Aufgaben für das Fest geübt – immerhin sollte den Zuschauern auch etwas geboten werden, das keiner je vergessen sollte!
Erst nach einiger Zeit betrat SnowMan den Hof. Augenblicklich verstummten die musikalischen Klänge, die Kinder erstarrten beinahe in ihren Bewegungen.
Langsam bahnte sich der Mann einen Weg durch die Menge. Er legte es geradezu darauf an die Menschen um ihn herum vor Spannung platzen zu lassen. Warum auch nicht? Seine Nachricht war schließlich von höchster Priorität … und die Aufregung der Bürger, die zum Greifen nahe war, belustigte ihn.
Endlich erreichte er die Mitte des Platzes. Neugierige Blicke forderten ihn dazu auf endlich zu beginnen - sie konnten es nicht länger abwarten! Nach einem Moment der Stille kam der Mann der stummen Aufforderung nach. Bedächtig zog er eine Pergamentrolle hervor und verkündete dessen Nachricht:
Passend zum einjährigen Bestehen von Kingsage …
Erscheint am Donnerstag den 21.01 gegen Nachmittag (Uhrzeit folgt!) ein neuer Speedserver!
Dies beinhaltet folgende Besonderheiten:
- 3 Monate Laufzeit
- 10-fache Geschwindigkeit
- Einheitenlaufzeit: 0,5
- Gebäude abreißen: aktiv
- Selbst wachsende verlassene Siedlungen: aktiv
- Mindesteinheiten für Angriffe: 3 Einheiten * Stufe der Kaserne
- Angriffschutz für Neueinsteiger: 2 Tage
- max. Verhältnis Angreifer : Verteidiger: 20:1 für 20 Tage
- Abwesenheitsvertretung: aktiv
- Nachtbonus für Verteidiger: aktiv, 0:00 bis 8:00 Uhr
- Abbruchzeit für Angriffe: 5 Min
- Esel-Abbruchzeit: 2 Min
- Himmelsrichtungswahl: aktiv
- Reiseentfernung von Grafen: 100 Felder
- Machtbereichverlust durch fremden Grafen: 2.250 - 2.750, mit Denkmal: 1.750 - 2.250
- Anstieg Machtbereich pro Stunde: 1% der Siedlungspunkte
- Schlafmodus ist für insgesamt 10 Tage binnen der 3 Monate Laufzeit möglich
- Die Pushing-Regel wird ausgesetzt (NUR auf dem Speedserver!)
Grinsend rollte er das alte, vergilbte Pergament wieder zusammen. Auch er freute sich über diese höchst interessante Information.
„Ich freue mich im Namen des Königs solch Botschaften verkünden zu dürfen. Doch nun, lasst uns feiern – KingsAge hat Geburtstag!!!“ Unbemerkt mischte er sich mit den übrigen Gefolgsleuten des Königs unter die Menge. An diesem Tag wollten sie alle gemeinsam feiern. Sie wollten ihren gütigen König feiern, der bereits seit einem Jahr über das Land waltete. Aber sie wollten auch das Land selbst feiern, das in dieser Zeit das ein oder andere Hoch und Tief erlebt hatte … und sich doch nicht unterkriegen lies!